Sonntag, 26. Februar 2012

Strandwochenende mit Yasuhisa...

Diese Woche war bis auf ein paar Ereignisse eine ganz normale Woche. Montag und Mittwoch verliefen quasi gleich. Ich bin zum Kajak-Training, danach hatte ich Unterricht und nach der Schule bin ich nach Hause gegangen und habe Gitarre geübt und mich noch mit Torge getroffen. Am Dienstag fanden die "Swimming Sports" statt. Man kann das System meiner Schule sehr gut mit Harry Potter vergleichen. Es gibt vier verschiedene Häuser. Empire, das rote Haus, Royal, das gelbe Haus, Amaranth, das blaue Haus und Dominion, das grüne Haus, dem ich angehöre. Bei den "Swimming Sports" haben sich alle mit der Hausfarbe bemalt und sind Schwimmrennen geschwommen. Ich habe beim 100 m Freistil-, beim 100 m Brust- und beim 200 m Brustrennen teilgenommen und gar nicht so schlecht abgeschnitten, wie ich befürchtet habe. Der Donnerstag war bis Schulschluss auch ein ganz normaler Tag, aber dann ist mein Gastbruder Yasuhisa in Waihi eingetroffen, der für zwei Wochen teil der Familie sein wird. Am Freitag bin ich dann aus der Schule geblieben, weil ich mit Wendy nach Tauranga gefahren sind, um Mark, ihren Enkel, abzuholen und Fußballschuhe für mich zu kaufen. Die Wahl traf dann auf ein paar Adidas 11Nova. Zurück in Waihi angekommen haben wir dann Yasuhisa von der Schule abgeholt, der den Karangahake Gorge Trip gemacht hat und haben uns einen netten Abend gemacht. Am Samstag habe ich morgens dann mit meinem Vater und ein paar Freunden geskyped. Danach sind Yasuhisa, Wendy, Mark und ich nach Waihi Beach gefahren, um Yasuhisa den Strand zu zeigen. Als wir wieder zu Hause angekommen sind, war ich so müde, dass ich eingeschlafen bin und erst nach zwei Stunden wieder aufgewacht bin. Wir haben lecker zu Abend gegessen und danach noch Rumicub gespielt. Heute sind wir auf Grund des herrlichen Wetters direkt noch ein Mal zum Waihi Beach gefahren und ich habe mich eine Stunde lang in die tollen Wellen geworfen. Nachdem ich mich dann zu Hause eine Stunde entspannt habe, bin ich eine Stunde lang mit Torge joggen gegangen. Das war es dann auch schon wieder mit dem Wochenende.
Ich habe in der Woche nicht viel zu erzählen, da hier mittlerweile der ganz normale Schulalltag seinen Lauf nimmt und deswegen habe ich entschieden nur noch ein Mal die Woche einen Eintrag zu verfassen, der dann allerdings auch etwas ausführlicher ist.

Yasuhisa und ich am Waihi Beach

ich am Waihi Beach

Mark und ich vor der Anzac Bay in der Nähe von Waihi Beach

Mark, Wendy und Yasuhisa

ich auf den Orakawa Heights

ich auf den Orakawa Heights

Sonntag, 19. Februar 2012

Die Rückkehr der Hitze...

Diese Woche hat es das erste Mal in meiner Zeit in Neuseeland geregnet und gewittert. Von Montag bis Freitag hatten wir eigentlich nur schlechtes Wetter und ich habe mir schon Sorgen gemacht, ob der Herbst schon so früh anfängt. Aber dieses Wochenende wurde ich eindeutig vom Gegenteil überzeugt, denn es war extrem heiß. Am Samstag bin ich mittags mit meiner Gastfamilie Sushi essen gegangen und darauf sind wir noch durch die "Stadt" gegangen, wo dieses Wochenende wie alle vier Wochen, ein Markt aufgebaut war. Nachdem wir uns alles angeguckt haben sind wir dann wieder nach Hause gefahren und ich habe mich noch mit Torge getroffen und wir sind bei meiner Gastfamilie in den Pool gegangen und haben uns abgekühlt.
Heute am Sonntag bin ich dann schon morgens um 7 Uhr aufgestanden. Nachdem wir dann einen Anhänger mit Roisin Sachen beladen haben, haben wir uns auf den Weg nach Auckland, wo Roisin dieses Wochenende hingezogen ist, gemacht. Nach einer zwei Stunden langen Fahrt sind wir dann endlich angekommen und haben alles vom Anhänger geladen und erst ein Mal ins Wohnzimmer gestellt. Darauf haben wir dann angefangen zu streichen. Nach ungefähr drei Stunden streichen haben sich dann Wendy, Arthur und ich verabschiedet und wir sind zurück nach Waihi gefahren. Auf dem Rückweg sind wir unter anderem durch Paeroa gefahren, wo der leckere Softdrink L&P (Lemon and Paeroa) produziert wird, der allerdings nur in Neuseeland vertrieben wird. Wieder zu Hause angekommen habe ich dann jetzt den Abend ausklingen lassen und nichts besonderes mehr gemacht. Morgen beginnt die Schule dann wie gewohnt um 8 Uhr mit dem Kajak-Training.

Während der Auto Fahrt. In Neuseeland ist links-Verkehr.

Das Haus in Auckland, in dem seit heute Roisin mit ihren Freundinnen Clare und Amy lebt.

Im Flur des Hauses.

Roisin's Raum

bei der Arbeit

in Paeroa

Freitag, 17. Februar 2012

Woche 3...

Nach einer Woche Funkstille melde ich mich nun zurück. Während des normalem Schulalltags passieren hier einfach keine außergewöhnlichen Dinge, da hier wie in Deutschland eigentlich jeder Tag gleich abläuft. Ich bin morgens um 8 Uhr zum Kajak-Training gegangen, darauf duschen gegangen, hatte meine Kurse und bin dann gegen 4 Uhr wieder zu Hause gewesen, wo ich diese Woche nicht viel gemacht habe. Allerdings kenne ich jetzt schon die meisten Gesichter hier und zum Teil auch Namen und haben mich auch schon mit ein paar Kiwis "angefreundet". Ich habe mir auch schon eine Gitarre bestellt, damit ich endlich wieder spielen kann, die voraussichtlich am Montag ankommen wird. Am Sonntag zieht dann meine Gastschwester Roisin zusammen mit ihren Freundinnen Clare und Amy in Auckland, wo sie studieren wird, in eine WG. Bei diesem Umzug werde ich dann auch wieder mithelfen und ich denke, dass Wendy und Arthur am Wochenende vor allen Dingen noch ein Mal die Zeit mit ihrer Tochter genießen wollen.

die Uniform

das Wappen der Schule

Jazz und Hayden

zwei der japanischen Gastschülerinnen

an der Bushaltestelle

Freitag, 10. Februar 2012

Trauer

Der gestrige Freitag war für mich und meine Familie ein Tag der Trauer. Mein Opa ist verstorben. Als ich um 7 Uhr aufgewacht bin, hat mich auch schon 2 Minuten später meine Mutter angerufen und mich informiert. Ich bin gestern auch nicht zur Schule gegangen, weil ich erst ein Mal einen klaren Kopf bekommen und alles realisieren musste. Ich habe einen Spaziergang am Waihi Beach gemacht und bin zu Hause in den Pool gegangen. Mein Opa war seit Jahren an Krebs erkrankt und hat unzählige Chemotherapien hinter sich gehabt und nun hat sein Körper einfach nicht mehr mitgemacht. Er war ein toller, bewundernswerter Mann und ich werde ihn ziemlich vermissen. Er ist aber auch nicht aus der Welt, da er immer in meinem Herzen weiterleben wird.


Donnerstag, 9. Februar 2012

Die ersten Tage in den Kursen...

Am Dienstag hat die Schule für mich mit Outdoor Education begonnen. Dort habe ich erfahren, dass ich mit meinem Kurs im April für 3 Tage einen Kajak-Trip über den Lake Tarawera, der in der Nähe von Rotorua ist, machen werde. Dafür muss ich allerdings Kajak fahren können und deswegen habe ich in den nächsten Wochen jeden Tag von 8 Uhr bis 9 Uhr Kayaking im Pool der Schule. In der zweiten Stunde hatte ich dann Musik. Dort hat sich einfach jeder das Instrument gegriffen, das er spielen kann und hat sich eine Stunde lang amüsiert - ich mit der Gitarre. In der dritten Stunde hatte ich dann Photography, was meiner Meinung nach bisher ziemlich langweilig war, da wir nur irgendwelche Fotos aus Zeitungen ausgeschnitten haben und in unseren Ordner eingeklebt haben. In der vierten Stunde hatte ich dann Farm Studies, was übrigens ein sehr lustiges Fach ist, da ich in der ersten Stunde direkt gelernt habe, wie man Traktor fährt. In der fünften und somit letzten Stunde hatte ich dann ESOL zusammen mit den anderen Austauschschülern. Dort haben wir dann darüber gesprochen, was Deutschland zu Deutschland macht und wie es uns geformt hat. An meinem ersten "richtigem" Tag bin ich direkt ganz nett mit ein paar "Kiwi-Students" ins Gespräch gekommen, die mich teilweise von sich aus direkt angesprochen haben.
Der nächste Tag, also der Mittwoch, hatte schon einen sehr frühen Start für mich, denn ich hatte von 7 Uhr bis 8 Uhr zusammen mit dem Netball-, Rugby- und Fußballteam ein Fitnesstraining, das auch ziemlich anstrengend war. Direkt danach von 8 Uhr bis 9 Uhr hatte ich dann mein Kajaktraining. Nach ESOL und Outdoor Education, wo wir die Themen des letzten Tages weiter besprochen haben, hatte ich dann meine erste Mathestunde am Waihi College und ich muss sagen, dass wir Deutschen den Neuseeländern in Sachen Mathematik um Längen überlegen sind. Mein Kurs, in dem das Durchschnittsalter schon 16 Jahre beträgt, haben wir Stoff gelernt, den ich schon vor eineinhalb Jahren in Deutschland gelernt habe. Das hat meine Lehrerin dann auch schnell bemerkt und ab nächster Woche werde ich dann an einem meinen Leistungen entsprechendem Kurs teilnehmen. Nach Mathe hatte ich dann nur noch Photography, wo wir mit dem Ausschneiden der Fotos weitergemacht haben. Heute hat dann der Schultag erneut für mich um 8 Uhr mit dem Kajaktraining angefangen und ich merke schon, wie ich Fortschritte mache. Danach hatte ich wieder Farm Studies und ich kann mittlerweile sogar rückwärts mit dem Traktor fahren. Heute war nach der dritten Stunde Unterrichtsschluss, da letzten Freitag Mr. Harisson, einer der Lehrer verstorben ist und seine Beerdigung in Waihi Beach stattgefunden hat.
der Traktor auf der Farm

Montag, 6. Februar 2012

Waitangi Weekend

Dieses Wochenende fand in Neuseeland das sogenannte "Waitangi weekend", das am Montag vom Waitangi day abgeschlossen wurde, statt. Am Waitangi day feiern die Neuseeländer das bestehen ihres Staates. Am Samstag bin ich mit Wendy nach Tauranga, einer "Großstadt", die 60 km von Waihi entfernt ist, gefahren und wir haben dort ihren Sohn Liam und seinen 4-jährigen Sohn Mark besucht. Liam ist gestern nach Australien ausgewandert und deswegen haben Wendy und ich ihm den ganzen Tag über beim Auszug geholfen. Am Abend haben dann nochmal alle zusammen zu Hause gegessen und den letzten Abend mit Liam genossen. Am Sonntag war dann der 16. Geburtstag von meinem Nachbarn und neuem Kumpel Torge und ich bin den ganzen Tag über bei ihm gewesen, während meine Gastfamilie Liam zum Flughafen nach Auckland gebracht hat und sich von ihm verabschiedet hat. Heute, am Waitangi day selber, welcher ein Feiertag ist, habe ich dann nicht besonders viel gemacht. Ich habe fast den ganzen Tag über mit Arthur im Garten gearbeitet. Also Holz gehackt, Gras gesät usw. Morgen ist dann mein erster "richtiger" Schultag, da ich das erste Mal in meinen neuen Kursen unterrichtet werde und zusammen mit den Kiwis Unterricht habe.
Zum Schluss möchte ich dann noch meine Familie, meine Freunde und vor allen Dingen meine Oma grüßen. Danke, dass du meinen Blog immer so eifrig verfolgst.


So ein Frühstück bekommt Torge jeden Morgen. Kein Wunder, dass er Angst hat fett zu werden.

Freitag, 3. Februar 2012

Erster Ausflug: Karangahake Gorge

Heute war erst mein dritter Schultag und ich habe schon den ersten Ausflug erlebt. Nach einer 10-minütigen Fahrt sind Mr. Trotter, Mrs. Trotter, Mr. van der Zwan, mein ESOL-Kurs und ich am Parkplatz des Karangahake Historic Walks angekommen. Es ist eine wunderschöne Gegend dort und all diese Berge sind voll mit Gold bzw. waren es, denn vor 100 Jahren standen in dieser Gegend viele Fabriken, die das Gold abgebaut haben. Wir sind über den sogenannten "Window Walk" gegangen. Auf diesem hat man sich wie im Dschungel gefühlt. Überall hat man diese lauten Insektengeräusche und das Wasser des Whanganui Rivers gehört. Nachdem wir über eine Hängebrücke gegangen und einen der Berge ein Stück hinaufgegangen sind, sind wir in eine der Mienen gegangen. Es war schwarz und man konnte wirklich nichts sehen außer ein paar Glühwürmchen an den Wänden. Alle 30m war außerdem ein Loch, wo man früher die unbrauchbaren Felsen hinausgeworfen hat. Nach diesen "Windows" ist auch der "Window Walk" benannt worden. Nachdem wir die Miene verlassen haben, haben wir uns auf ein paar Felsen, mitten auf dem Fluss gesetzt und unser Lunch gegessen. Wir sind weitergegangen und an einem wunderschönem Wasserfall angelangt. Dort sind wir dann auch schwimmen gegangen. Das Wasser war allerdings ziemlich kalt. Danach sind wir noch durch das restliche wunderschöne Tal gegangen und Mr. Trotter hat uns alles genau gezeigt und erklärt.


eine der Hängebrücken

auf diesen Schienen wurde das Gold transportiert

Mr. Trotter, wie er uns etwas erklärt

in der Miene

so sieht es auf dem Weg aus


Blick aus einem der "Windows" in der Miene

ich auf einem der Felsen auf dem Fluss

der Wasserfall (Foto ist von Google-Bilder)

der Fluss, auf dem Klettern wirklich Spaß macht 

Erster und zweiter Schultag...

Am Mittwoch und am Donnerstag hatte ich meine ersten beiden Schultage am Waihi College. Die Schule beginnt jeden Morgen um 8:40 Uhr und endet um 15:10 Uhr. Am Mittwoch haben sich alle "exchangies" im ESOL-Raum (ESOL = English for speakers of other languages) und haben sich vorgestellt. Wir sind 4 Deutsche, 1 Holländer und 7 Japaner. Nachdem wir uns alle vorgestellt haben, haben sich dann auch noch der Schulleiter Mr. Cochrane, die Konrektorin Mrs. Casey, der Koordinator der Internationals, Mr. Trotter und sein Nachfolger Mr. van der Zwan vorgestellt. Lehrer sind in Neuseeland viel lockerer als in Deutschland. Sie sprechen mit den Schülern, als wären es gute Freunde und man darf sie mit ihren Vornamen ansprechen.
Nachdem sich auch die Lehrer vorgestellt hatten wurden wir über alle Fächer informiert. Eigentlich sollte ich ins Year 11 kommen, da ich allerdings der einzige der "exchangies" dort gewesen wäre, bin ich nun im Year 12. Ich habe nun auch meine 6 Fächer gewählt. Ich habe Mathematics, ESOL, Outdoor Education, Farm Studies, Photography und Music. In Outdoor Education werde ich Kajak fahren, Rafting, Mountainbike fahren und viele andere Dinge machen. Die Schule ist eine von wenigen neuseeländischen Schulen, die eine eigene Farm hat und die einzige, die eine eigene Kiwi-Plantage hat. Die Kiwis, die im Waihi College angebaut werden, werden in der ganzen Welt verkauft. Unter anderem auch in Deutschland. In Farm Studies lerne ich wie ich Traktor und Motorrad fahre und wie ich richtig mit einer Kettensäge umgehe. In Photography lerne ich wie man richtig fotografiert und mit Photoshop umgeht und in Music werde ich weiterhin Gitarre spielen. In ESOL habe ich zusammen mit den anderen "exchangies" Englischunterricht und ich denke bei Mathematics weiß jeder, was gemeint ist.