Dienstag, 27. März 2012

Und erneut wird japanisch gesprochen...

Die letzte Woche war im Vergleich zur Vorwoche ziemlich unspektakulär und langweilig. Dienstags und Donnerstags bin ich wie gewohnt zum Fußballtraining gegangen und der Schulalltag verlief auch wie gewohnt. Am Donnerstags ist dann allerdings mein neuer japanischer Gastbruder Yuki aus Tokio in Waihi eingetroffen. Er unterscheidet sich von Yasuhisa. Er wirkt ein wenig gebildeter, allerdings ist er auch stiller und wenn wir zu Hause sind, verbringt er die meiste Zeit in seinem Zimmer. Sein Englisch ist zwar auch schlecht, aber trotzdem besser als Yasuhisas. Yuki bleibt nur für eine Woche in Neuseeland und wird sich dann auch schon wieder auf den 11 Stunden langen Rückflug nach Japan machen. Wie sich herausgestellt hat ist Yuki ein riesiger Zug-Fan und war total fasziniert, als wir mit ihm am Samstag zu Arthur auf den Zug gegangen sind. Nach der Fahrt hat er ungefähr noch dreißig Minuten damit verbracht, jedes Einzelteil zu fotografieren. Nachdem wir von der Zugfahrt zurück gekommen sind, hat Wendy Yuki und mich nach Bowentown gefahren, wo sich bestimmt sechs der Japaner getroffen haben. Wir haben uns alle bei Torges neuer Gastfamilie, die übrigens sehr nett ist getroffen. Der Strand ist ungefähr 3 Minuten zu Fuß vom Haus der Keenans aus entfernt und auf der anderen Straßenseite sind ein toller Tennisplatz, für den Torges Gastmutter die Schlüssel hat und ein kleines Basketballfeld, auf dem man super spielen kann. Dort haben wir dann ein paar Stunden verbracht und sind schließlich wieder nach Hause gefahren. Am Samstag hat uns außerdem auch noch Roisin überrascht, die aus Auckland gekommen war und Wendy und Arthur haben sich natürlich sehr gefreut.
Am Sonntag sind Wendy, Arthur, Roisin, Yuki und ich dann zusammen nach Mount Maunganui gefahren und haben den Strand und eine Shopping Mall besucht. Mount Maunganui gehört zu Tauranga. Nachdem wir ungefähr 2-3 Stunden in dem Einkaufszentrum "Bayfair" verbracht haben, sind wir dann wieder nach Hause gefahren und haben das Wochenende in Ruhe ausklingen lassen.
Am Samstag werden dann Stephan und Mama in Waihi eintreffen, worauf ich mich schon sehr, sehr freuen. Wir werden das Wochenende in Waihi verbringen und uns dann auf eine zweieinhalb wöchige Reise durch Neuseeland begeben, auf der wir die Ostküste der Südinsel hinab fahren werden, mit der Fähre auf die Südinsel fahren werden und dort schließlich unsere Reise am Ende der Ostküste in Christchurch beenden werden. Mama und Stephan werden von da aus dann wieder nach Deutschland fliegen und ich nach Auckland. Ob ich auf der Reise Internetzugriff haben werde, weiß ich nicht, also bitte wundert euch nicht, wenn ein paar Wochen lang kein neuer Post online gestellt wird.
Arthur, Wendy und Yuki in Mount Maunganui Beach

ich in Mount Maunganui Beach

Arthur, Zug-Fan Yuki und ich im Bayfair Einkaufszentrum

Auf dem Rückweg. So könnt ihr euch das Innenland der Bay of Plenty vorstellen.

Dienstag, 20. März 2012

Die Mount Tongariro Crossing Woche...

Letzte Woche Montag und Dienstags ist eigentlich nichts besonderes passiert, deswegen komme ich direkt zu den drei interessanten Tagen der letzten Woche: Mittwoch, Donnerstag und Freitag. An diesen Tagen habe ich zusammen mit den anderen Austauschschülern am Tongariro Crossing Trip teilgenommen.

Mittwoch: Ich habe mich morgens um halb neun zusammen mit allen anderen Austauschschülern vor dem Waihi College getroffen. Nachdem wir einen Anhänger mit allen unseren Taschen beladen haben, hab wir uns dann mit Mr McLean's Bus auf den Weg nach Rotorua gemacht. Nach ungefähr zwei Stunden Fahrtzeit sind wir dann in Rotorua angekommen und haben uns bei einem Fahrradverleih Mountainbikes ausgeliehen. Danach haben wir uns in verschiedene Gruppen eingeteilt. Ich war natürlich in der Gruppe "advanced". :-D
Nachdem wir ungefähr eine Stunde lang einen Berg mit extremer Steigung hinauf gestrampelt sind, sind wir endlich am "corners track" angekommen. Wie der Name schon sagt, hat diese Strecke viele Ecken und ist vor allen Dingen steil und uneben. Wir sind ca. 25 Minuten nach unten gefahren und man ist über einige Kanten gesprungen, die zum Teil bis zu einem Meter tief waren, was bei einer Downhill Strecke meiner Meinung nach schon tief ist. Unten angekommen haben wir dann unser Lunch gegessen und haben uns auch schon wieder in den Bus gesetzt und sind ca. eine Stunde gefahren, bis wir in Taupo, das am größten See Neuseelands, dem Lake Taupo, angekommen sind und uns ein wenig die Füße vertreten haben und einen Abstecher bei McDonalds gemacht haben. Darauf sind wir dann wieder in den Bus gestiegen und nach ungefähr eineinhalb Stunden Fahrt sind wir endlich in unserem Camp, das knapp 20 km vom Tongariro Nationalpark entfernt ist, angekommen. Nachdem wir dann unser Abendessen gegessen haben, sind wir dann schon gegen 22 Uhr schlafen gegangen, weil wir am nächsten Morgen früh aufstehen mussten.

Donnerstag: Der Donnerstag war dann der Wandertag. Nachdem wir alle gegen 6 Uhr morgens aufgestanden sind, duschen gegangen sind und unser Frühstück gegessen haben, haben wir uns gegen 7 Uhr auf den Weg zum Tongariro Nationalpark gemacht. Der Mount Tongariro liegt ziemlich genau in der Mitte der Nordinsel Neuseeland und ist gar kein Berg. Er ist zusammen mit seinem Bruder, dem Mount Ruapehu, einer der aktivsten Vulkane der Erde. Nach ungefähr einer Stunde Wanderweg auf dem "Tongariro Alpine Crossing" Track sind wir dann am Fuße des Vulkanes angelangt und sind weiter gegangen. 2 Stunden später, als wir Nahe der Spitze waren, hat dann jedoch Mr McLean entschieden, dass wir besser wieder umkehren. Es war eiskalt, hat stark geregnet und war so stürmisch, dass man kaum stehen konnte. Auf der Spitze hätte die Windgeschwindigkeit dann ca. 60 km/h betragen, was eindeutig zu viel gewesen wäre. Also sind wir nach 3 Stunden Rückweg dann wieder am Anfang der Strecke angekommen und waren ein wenig deprimiert, da wir unser Tagesziel nicht erreicht haben. Darauf sind wir alle wieder in den Bus gestiegen und haben uns auf den Weg zu einem Hot Water Pool gemacht, indem wir uns dann alle ein paar Stunden von dem harten Weg erholt haben. Zurück im Camp angekommen haben wir dann zu Abend gegessen und uns noch einen schönen Abend gemacht.

Freitag: Nachdem wir alle zusammen gemütlich gegen 9:30 Uhr gefrühstückt haben, haben wir wieder unsere Taschen gepackt, die Räume gesäubert und den Anhänger beladen. Ich habe mir während der zwei Nächte ein Zimmer zusammen mit Mack aus Dänemark und Tim aus Holland geteilt. Gegen halb wir dann das Camp auch schon wieder verlassen und sind zu einem Informationscenter gefahren, wo wir uns einen Film über die Geschichte der beiden Vulkane Tongariro und Ruapehu angeschaut haben. Als wir damit fertig waren, sind wir zu einer Plattform auf den Mount Ruapehu gefahren und Mr McLean hat den Bus dort abgestellt. Darauf sind wir mit einem Lift den ganzen Berg hinauf gefahren und durften eine atemberaubende Aussicht genießen. Wir haben eine Schneeballschlacht gemacht und zu Mittag gegessen. Danach sind wir wieder nach unten gefahren und sind mit dem Bus zu einem nahe gelegenem Kratersee gefahren, unter dem sich noch ein Vulkan befindet. Dort haben wir noch ca. eine Stunde verbracht und nach einer vier- bis fünfstündigen Busfahrt sind wir dann gegen 20:15 Uhr wieder am Waihi College eingetroffen, wo mich Arthur abgeholt hat.

Am Wochenende habe ich größten Teils meine Zeit damit verbracht, mich von dem Trip zu erholen. Es war
ein langweiliges Wochenende an dem nicht wirklich etwas besonderes geschehen ist.
Florian aus Hamburg und Sofie aus Oslo auf dem Corners Track

Mack aus Dänemark und Marieke aus Neubrandenburg auf dem Corners Track

Die "advanced" Mountainbike Gruppe

bei McDonalds in Taupo

ich am Lake Taupo

Florian, Tim aus Amsterdam und Peik aus Finnland bevor wir losgegangen sind.

Der Start des Wegs

einer von vielen Teichen

typisches Bild

Tim, Florian, Mack und Torge

typisches Bild

typisches Bild

wie man sieht war es kalt, nass und windig

auf dem Rückweg

auf dem Rückweg

Auf dem Rückweg. Wie man sieht, wachsen rund um den Vulkan keine Pflanzen.

An dem Hot Pool (allerdings nachdem wir schwimmen waren)

Mount Ruapehu

im Informationscenter

Torge aus Schleswig Holstein, Carolin aus Kamp Lintfort, Lea aus Neuss und Mack

auf der Plattform, wo der Bus abgestellt wurde

an dem Lift

Mack und Torge

Mount Tongariro im Hintergrund

an der Spitze des Mount Ruapehu

am Kratersee

ich am Kratersee

Gruppenfoto auf dem Rückweg




Montag, 12. März 2012

Und schon wieder eine Woche vorbei...

In letzter Zeit kommt es mir so vor als würde die Zeit wie im Fluge vergehen. Die ersten zwei Wochen waren noch sehr intensiv und ich musste mich noch an alles gewöhnen, doch jetzt gehen die Tage auch hier wie vorher in Deutschland rum, wenn nicht sogar schneller. Vor allen Dingen die letzten 20 Tage vergingen extrem schnell. Mittlerweile ist Yasuhisa auch schon wieder fünf Tage weg.
Am Dienstag fand die Abschiedsfeier der japanischen Gastschüler statt. Der sogenannte "Sayonara"-Abend begann  so gegen 18:30 Uhr. Zu beginn wurden die Urkunden, für die zwei Wochen am Waihi College, an die japanischen Gastschüler verteilt. Danach erhielt auch ich eine Urkunde dafür, dass ich zwei Wochen lang als Gastbruder geholfen habe, Yasuhisa's Englisch zu verbessern. Anschließend wurde dann gegessen und die Japaner haben noch einen Sketch aufgeführt, bei dem natürlich zum Schluss Japaner und Neuseeländer beste Freunde waren.
Am Mittwoch Morgen kam dann der Bus und die Japaner haben sich auch den Nachhauseweg gemacht. Für mich war die restliche Schulwoche unspektakulär.
 Allerdings hat Torge donnerstags die Gastfamilie gewechselt. Er und seine Gastmutter Jenny haben sich einfach nicht gut verstanden und ständig Streit gehabt. Deswegen lebt Torge jetzt in Bowentown, was am Strand liegt und mit dem Auto circa 20 Minuten entfernt ist. Das bedeutet dann allerdings auch, dass wir uns jetzt nicht mehr nach der Schule treffen können, da es hier keine öffentlichen Verkehrsverbindungen gibt und ich meinen Gasteltern nicht zumuten möchte, mich immer zu fahren, was sie wahrscheinlich auch gar nicht einsehen würden.
Am Samstag bin ich dann mit Wendy nach Whangamata gefahren. Whangamata ist ein Urlaubsziel, das ungefähr 30 Minuten nördlich von Waihi liegt. Es hat einen schönen Strand (der von Waihi gefällt mir allerdings besser) und eine schöne Einkaufsstraße (diese ist dafür besser als Waihi's).
Gestern, am Sonntag, bin ich mit Sam, einem Mitspieler aus dem Fußballteam mountainbiken gewesen. Wir sind den sogenannten "Black Hill" auf und ab gefahren und es hat wirklich Spaß gemacht. Es war aber auch ziemlich heftig, das es die ganze Zeit downhill war und man aufpassen musste, dass man nicht stürzt.
Das war es dann auch schon wieder. Diese Woche werde ich dann auf den "Tongariro Crossing-Trip" gehen, auf dem ich den Mount Tongariro überqueren werde. Am Mittwoch fahre ich zusammen mit den anderen Austauschschülern los und komme am Freitag wieder.
Yas beim "Sayonara"-Abend

der Strand von Whangamata

ich am Strand von Whangamata

Montag, 5. März 2012

Eine anstrengende Woche...

In der letzten Woche ist so einiges passiert. Montags hatte ich einen ganz normalen Tag. Ich bin nach der Schule zusammen mit Yas nach Hause gegangen und wir haben Karten gespielt und den restlichen Tag totgeschlagen. Der Dienstag hat für mich dann schon sehr früh begonnen, denn um 7 Uhr morgens hatte ich Fußball-Training. Darauf folgte wie gewohnt das Kajak-Training und der restliche Tag verlief wie gewohnt. Nur das ich Mal wieder mit Torge zu der Mauer gegangen bin. Der Mittwoch hat dann erneut für mich um 7 Uhr in der Frühe mit dem Fitness-Training angefangen. Nach den ersten beiden Unterrichtsstunden habe ich mich dann mit der Fußballmannschaft getroffen und wir hatten ein Spiel gegen das Team der japanischen Austauschschüler, dessen Spieler unter anderem für die japanische Nationalmannschaft spielen. So sah das Ergebnis dann auch aus. Wir haben mit 2:5 gegen die Kaisei Junior High School verloren. Nach diesem anstrengendem Tag habe ich mich dann zu Hause erst ein Mal aufs Bett gelegt und blieb dort auch für die nächsten zwei Stunden. Am Donnerstag hatte ich erneut um 7 Uhr morgens Fußball-Training und der restliche Tag verlief auch wie gewohnt. Am Freitag bin ich dann zusammen mit den Japanern und den anderen Gastgeschwistern nach Rotorua gefahren, das ungefähr 2 Stunden südlich von Waihi entfernt liegt. Rotorua ist von einem Vulkan und einem See umgeben und in der ganzen Stadt stinkt es nach Schwefel. Das liegt daran, dass überall im Boden Quellen sind und diese dampfen, da alleine ihr Oberfläche schon 110 °Celsius heiß ist. Zuerst sind wir in den sogenannten "Agrodome" gefahren, wo uns die ziemlich bescheuerte "sheep show" präsentiert worden ist. In dieser Show wurden verschiedene Arten von Schafen auf ein Podest gestellt und geschert. Danach sind wir dann in ein Maori-Dorf gefahren, wo all diese Quellen sind. Es war wirklich interessant. Wir haben unter anderem erfahren, dass die Einwohner des Dorfes im Sommer sogar ihren Bacon auf dem Boden braten können, da dieser so heiß ist. Als wir da waren, hatte er etwa Fußbodenheizungstemperatur. Nachdem wir uns alles in dem Dorf angeschaut haben sind wir dann noch zu einer Sommerrodelbahn gefahren und hatten wirklich Spaß. Den Samstag habe ich dann bei Torges Gastfamilie verbracht, da Wendy und Arthur mit Mark, ihrem Enkel nach Tauranga ins Krankenhaus mussten, da dieser nur schlecht Luft bekommen hat. Er ist Asthmatiker. Mit Torges Familie bin ich dann zu den "Dickies Flat Tunnels" gefahren, welche so ähnlich wie der Window Walk in der Karangahake Gorge sind. Nachdem wir durch einen dieser Tunnel gegangen sind, sind wir dann an einem tollen Wasserfall ausgekommen, an dem wir dann ein wenig Zeit verbracht haben. Am Sonntag war ich dann auf Marias Geburtstags-BBQ am Waihi Beach. Maria ist eine der japanischen Schülerinnen. Das BBQ war sehr schön und wir alle haben ein paar schöne Stunden am Strand verbracht und schon wieder war das Wochenende vorbei. Ich melde mich dann nach der nächsten Woche wieder.

Die Schafe auf dem Podest

ein Schaf wird geschert

das Maori-Dorf

Quelle im Maori-Dorf

eine von vielen Figuren im Maori-Dorf

der typische Rotorua-Dampf

das Dorf

eine der Quellen

erneut der Rotorua-Dampf

ein Maori-Friedhof

Ashton in einem der Tunnel

Jenny und ich am Wasserfall

beim BBQ mit den Japanerinnen und Torge