Montag, 23. April 2012

Die Osterferien...

In den Osterferien bin ich zusammen mit meinen Eltern auf eine zweieinhalb wöchige Reise durch ganz Neuseeland gegangen. Es waren unvergessliche Tage und ich habe für jeden Tag eine Zusammenfassung geschrieben. Da ich so viele Fotos gemacht habe und es wirklich schade gewesen wäre euch nicht alle zu zeigen, habe ich einen Flickr-Account erstellt, auf dem alle Fotos zum Ansehen bereitstehen. Also, viel Spaß beim lesen! :-) Hier findet ihr meinen Flickr-Account: http://www.flickr.com/photos/juliuskunold/


Samstag 31.03.12
An diesem Tag war es dann soweit. Mama und Stephan sind, nachdem sie eine Nacht in Auckland verbracht hatten, nach Waihi gekommen. Natürlich haben ich mich sehr gefreut sie nach zweieinhalb Monaten endlich wieder zu sehen und sie sich auch, mich wieder zu sehen. Nachdem sie bei Wendy und Arthur angekommen waren, habe ich ihnen noch das Waihi College und die Martha Mine gezeigt, die gut zu erreichend nahe dem Zentrum Waihis liegt. Am Abend haben wir dann zusammen bei Wendy und Arthur zu Abend gegessen und auch noch den restlichen Abend bei ihnen genossen. Gegen zehn Uhr sind wir dann zu Jennies Haus auf der anderen Straßenseite gegangen, das sie uns für drei Nächte vermietet hatte.

Sonntag 01.04.12
Am ersten April habe ich Mama und Stephan dann die Sehenswürdigkeiten rund um Waihi gezeigt. Gegen halb zehn sind wir zu einem schönem Wasserfall in der Nähe gefahren und danach sind wir knapp drei Stunden durch die Karangahake Gorge gewandert, über die ich ja auch schon in einem meiner ersten Blogeinträge berichtet habe. Nachdem wir unsere Wanderung beendet hatten, haben wir uns wieder ins Auto gesetzt und sind nach Waihi Beach gefahren, wo wir ein wenig Zeit am schönen Strand verbracht haben und später auch noch zu Mittag gegessen haben. Danach habe ich ihnen dann auch noch Bowentown gezeigt und wir sind auf den Hügel gefahren, auf dem schon ein paar schöne Bilder entstanden sind. Am Abend waren wir dann ziemlich müde und sind nachdem wir unser Abendessen von Kentucky Fried Chicken gegessen haben früh schlafen gegangen.

Waihi Beach und Bowentown: http://www.flickr.com/photos/juliuskunold/sets/72157629516473260/ (die Fotos des Tages findet ihr, wenn ihr dem Link folgt)

Montag 02.04.12
Am Montag sind wir um sieben Uhr aufgestanden, da wir für diesen Tag den „Coromandel Trip“ geplant hatten, an dem wir um die ganze Coromandel Halbinsel gefahren sind. Unser erster Stopp war das Surfer-Paradies Whangamata, wo wir frühstücken gegangen sind und den schönen Strand bewundert haben. Weiter ging es mit Tairua, das wir allerdings nur durchfahren haben. Danach sind wir zum Hot Water Beach gefahren. Dieser Strand ist einzigartig in der Welt, da sich unter dem Sand heiße Quellen befinden. Man muss sich einfach nur ein Loch in den Sand graben und schon kann man das heiße Wasser genießen und ein Bad nehmen. Das habe ich natürlich auch gemacht, aber leider  hat es an dem Tag geregnet und ich konnte es nicht wirklich genießen. Der nächste Stopp war dann die Cathedral Cove. Die Cathedral Cove kann man als einen Tunnel in einem Felsen beschreiben, der über hunderte von Jahre von dem Meer in den Felsen gewaschen worden ist. Die Cathedral Cove ist eines der schönsten Dinge die ich je in meinem Leben gesehen haben und wahrscheinlich je sehen werde, da es nicht viele vergleichbare Orte auf der Erde gibt. Weiter ging es dann mit den Waiau Falls, die allerdings nicht so schön wie der Wasserfall am Vortag waren. Viel interessanter und spannender war jedoch die Fahrt zu dem Wasserfall. Wir haben bestimmt eine halbe Stunde lang einen Berg auf einer einspurigen, uneingezäunten  Schotterstraße überquert und so einige Male ist uns fast das Herz stehen geblieben z.B. wenn uns ein anderes Auto entgegen kam. Danach sind wir noch in Coromandel Town gewesen und sind die Westküste der Coromandel Halbinsel bis nach Thames hinunter gefahren. Die Ost- und Westküste können unterschiedlicher nicht sein. Die Ostküste, an der auch Waihi liegt, besteht aus Sandstränden und ist super für Surfer, doch die Westküste ist sehr zerklüftet und ist eher für Angler geeignet, jedoch sind beide Seiten wunderschön. Am Abend sind wir wieder früh schlafen gegangen, da dieser Tag noch anstrengender war als der Vortag.


Dienstag 03.04.12
Am Dienstagmorgen haben wir dann auch schon wieder unser Gepäck gepackt und das Auto beladen, da die drei Nächte in Waihi vorüber waren. Nachdem wir uns bei Wendy und Arthur verabschiedet hatten und Mr Trotter auf einen Kaffee vorbei gekommen ist, um Mama und Stephan persönlich kennen zu lernen, haben wir uns dann auf den Weg nach Tauranga begeben. Dort haben wir ein paar Stunden in dem schönen Stadtzentrum verbracht und zu Mittag gegessen. Es war sehr sonnig und warm und es hat uns wirklich sehr gefallen. Danach sind wir weiter nach Rotorua gefahren und haben unsere Sachen im Springwaters Lodge Bed & Breakfast vorbei gebracht. Danach sind wir dann noch in das Maori Dorf Ohinemutu gegangen, das allerdings nicht so beeindruckend war, wie das, in dem ich mit den Japanern gewesen bin. Darauf haben wir uns dann auf den Hamurana Springwaters Walk begeben, der durch einen Wald nahe unserer Unterkunft führte. Es war wirklich sehr idyllisch und wir haben uns eine Quelle angesehen, aus der das ganze glasklare Wasser des Flusses lief, der durch den Wald verläuft. Am Abend sind wir dann noch in Rotoruas Stadtzentrum thailändisch Essen gegangen und haben zurück im Bed & Breakfast noch ein paar Stunden mit den sehr netten Vermietern Steven und Kathlin verbracht. Wie sich herausgestellt hat, ist Steven der Manager des Agrodomes, den ich schon ein paar Wochen zuvor mit den japanischen Gastschülern besucht hatte.



Mittwoch 04.04.12
Am Mittwoch sind wir nach einem leckeren Frühstück gegen viertel nach neun los gefahren. Unser Ziel war Waitomo, das wir nach einer zweieinhalbstündigen Fahrt erreichten. In Waitomo haben wir uns dann die Waitomo Glow Worm Cave angeschaut. Diese wurde vor etwa 120 Jahren von einem Maori Häuptling und einem neuseeländischen Forscher entdeckt und ist seit über 100 Jahren ein Ziel für Touristen. Zuerst schien sie wie eine ganz normale Tropfsteinhöhle zu sein, wie man sie überall auf der Welt finden kann, doch nach einer Weile fuhren wir auf einem kleinem Boot durch die Dunkelheit der Höhle und man konnte überall Glühwürmer leuchten sehen und alle Zuschauer waren extrem erstaunt. Nachdem wir wieder die Höhle verlassen haben, haben wir uns auf den Ruakuri Bush Walk begeben, auf dem wir uns circa eine Stunde lang aufgehalten haben. Wir sind durch dichtes Buschland gewandert und haben uns einen Fluss angesehen, der durch viele verschiedene Höhlen verlief, in denen sich schon Stalaktiten gebildet hatten. Schließlich machten wir uns wieder auf den Rückweg und wieder in Rotorua angekommen, sind wir diesmal indisch Essen gegangen. Als wir wieder in der Lodge angekommen sind, haben wir erneut noch ein wenig Zeit mit Steven und Kathlin verbracht, aber sind dann auch gegen elf Uhr schlafen gegangen.


Donnerstag 05.04.12
Nach einem erneut leckeren Frühstück am Donnerstagmorgen, haben wir uns auf den Weg in Richtung Taupo gemacht. Auf etwa halber Strecke haben wir die Wai-O-Tapu Thermal Wonderlands besucht. Um viertel nach zehn haben wir uns eine Eruption des Lady Knox Geysirs angesehen, die schon beeindruckend war, aber danach sind wir noch für etwa durch das Thermal Wonderland gegangen, was noch viel beeindruckender war. Wie auch in Rotorua findet man dort dampfende Schwefelquellen und einen türkisfarbenen See, der auch dampft und über 100 °C heiß ist. Ziemlich extrem sah auch ein gelber Schwefelsee aus. Das gelb hatte ungefähr den gelb-Ton eines Textmarkers. Nachdem wir den Thermal Wonderland Park verlassen haben, sind wir weiter in Richtung Taupo gefahren. Auf dem Weg haben wir noch einen Stopp bei den Huka Falls gemacht. Die Huka Falls sind nicht ein besonders großer Wasserfall. Was so beeindruckend ist, ist die enorme Kraft des Wassers, das sich durch eine schmale Felsöffnung drückt. Diese Öffnung ist der einzige Abfluss des Lake Taupo, der der größte See Neuseelands ist. Aus den Huka Falls entsteht der Waikato River, der durch einen großen Teil der Nordinsel führt. Nach einem leckeren Mittagessen in Taupo sind wir dann etwa  zwei Stunden bis nach Napier gefahren. Dort wurden wir schon von unseren netten Vermietern Fiona und Brent in der Kerry  Lodge erwartet. Napier wird auch als Art Deco Hauptstadt der Welt bezeichnet, da das ganze Stadtzentrum nach einem gigantischen Erdbeben vor 80 Jahren in diesem Baustil neu aufgebaut worden ist. Napier liegt in der Hawkes Bay, die unter anderem für ihren exzellenten Wein berühmt ist und deswegen waren wir auch in der Restaurant des Weinguts „Mission“ zu Abend essen und haben das leckere Essen sehr genossen. Mama und Stephan natürlich auch den Wein. Nach einem langen Tag haben wir uns schließlich wieder müde zu Bett begeben.


Freitag 06.04.12
Da es am Donnerstag verregnet war, haben wir uns am Freitagvormittag noch ein Mal die Innenstadt von Napier angesehen. Aber vorher frühstückten wir noch mit den sehr netten Vermietern, die ursprünglich aus Wellington sind und erst seit vier Jahren in Napier leben. Im Sonnenschein war Napier viel schöner als am Vortag und wir konnten dort noch ein paar Stunden genießen. Danach jedoch haben wir uns wieder auf den Highway begeben und sind in Richtung Martinborough gefahren, welches etwa eine Stunde von Neuseelands Hauptstadt Wellington entfernt, in einem Weingebiet, das für ihren Pinot Noir bekannt ist, liegt. Auf dem Weg haben wir allerdings noch einen Stopp beim Pukaha Vogelpark gemacht, wo wir uns einen weißen Kiwi (Kiwis sind vor dem Aussterben bedroht und die Weißen sind besonders selten) angeschaut haben. In Martinborough angekommen haben uns auch schon unsere nette Vermieterin Polly aus Yorkshire und ihr Mann Chris aus Sydney begrüßt. Die beiden stellen Wein für Leute aus Wellington her, die nur ihre Trauben bei ihnen vorbei bringen müssen. Abends waren wir dann noch im Martinborough Hotel Fisch auf Grund des Karfreitags zu Abend essen und haben uns noch einen schönen Abend gemacht.


Samstag 07.04.12
Nachdem wir uns bei Polly und Chris verabschiedet hatten, hieß unser nächstes Ziel: Wellington. Die Fahrt bis in Neuseelands Hauptstadt kostete uns etwa eine Stunde. Dann sind wir direkt zu unserem zentralem Bed & Breakfast „Carlton Gore B&B“,  das auf der Carlton Gore Road in der Oriental Bay liegt,  gefahren und haben unser Gepäck abgegeben.  Schon von dort aus konnte man die schöne Skyline Wellingtons betrachten. Besser allerdings von dem Queen Victoria Viewing Point. Von dort aus konnte man die ganze Stadt sehen. Danach haben wir uns zu Fuß ins Stadtzentrum begeben. Es war ein wunderschöner Tag, denn die Sonne schien und alle Menschen waren extrem gut gelaunt. Mir hat Wellington extrem gut gefallen. Vor allem hat mir gefallen, dass die Kiwis alle so freundlich und interessiert waren. Zum Beispiel als wir in einem Café saßen, hat eine junge Dame namens Clarissa gefragt, ob wir etwas dagegen hätten, wenn sie sich zu uns setzten würde. Wir haben uns knapp eineinhalb Stunden lang mit ihr unterhalten und sie fand toll, dass wir Ostern ihrer Heimatstadt verbringen würden. Aber nicht nur das hat mir gefallen. Mir hat die ganze Atmosphäre gefallen. Direkt am Rand des Stadtzentrums war ein langer Strand und an der Promenade waren Skateboarder, Jogger und Familien unterwegs. Wie auch immer, abends waren wir dann auf der vor allen Dingen nachts belebten Cuba Street zu Abend essen und ich war als wir dann zurück zum B&B gegangen sind traurig, dass wir nur einen Tag Zeit für Wellington auf der Reise hatten, das oft auf Grund seiner Hügel und der Bucht mit San Francisco verglichen wird.


Sonntag 08.04.12
Am Sonntag haben wir uns dann nach  einem Frühstück mit Ausblick auf Wellingtons Skyline zur Südinsel Neuseelands gemacht. Zuerst mussten wir jedoch noch den Mietwagen zu „Nationwide Car Rentals“ zurück bringen und zur Fähre gefahren werden. Es war erneut ein wunderschöner Tag, da die Sonne schien, es warm war und alle Menschen sehr entspannt und glücklich zu sein schienen.  Wir haben über die ganze Fahrt hinweg die zauberhafte Landschaft genossen, doch besonders die letzten 45 Minuten der Fahrt waren atemberaubend, als wir durch die „Marlborough Sounds“, den Eingang zu der Südinsel, fuhren. Auf ein Mal hatte das Meereswasser eine ganz andere Farbe und alles sah noch viel unberührter aus. Dann legten wir in Picton an und haben uns dort mit dem Auto auf den „Queen Charlotte Drive“ begeben, der etwa eine Stunde lang durch Serpentinen an der Küste verlief. Nachdem wir ihn verließen, machten wir einen kurzen Stopp in Nelson bei McDonalds und erholten uns von den Serpentinen.  Dann fuhren wir noch ungefähr 30 km weiter, bis wir das Queen Vic Bed & Breakfast in Motueka erreichten. Dort erwartete uns auch schon unsere Vermieterin Clare Graham. Abendessen waren wir an diesem Tag erneut in einem thailändischen Restaurant.


Montag 09.04.12
Der einzige Grund für uns nach Motueka zu fahren, war der knapp 15 km entfernte Abel Tasman National Park. Dort sind wir gegen 9 Uhr morgens hingefahren. Wir hatten erneut wunderschönes Wetter, wie schon an den letzen beiden Tagen und dies war auch wieder über den ganzen Tag der Fall. Gegen halb 10 haben wir uns dann auf ein kleines Schiff begeben, das uns zu einer anderen Bucht brachte. Das Wasser war auch schon wie in den Marlborough Sounds türkisfarben. Besonders beeindruckt hat jedoch diesmal die Farbe des Sands. Der Sand war nicht wie gewohnt weiß mit einem leichten Graustich, sondern golden. Auf dem Weg zu dieser Bucht sind wir ab und zu an ein paar Felsen im Meer angehalten, auf denen sich Seerobben gesonnt haben. In der Bucht angelangt haben wir uns dann auf einen Wanderweg begeben und sind knapp zwei Stunden durch Buschgebiet gewandert, bis wir an einer kleinen Bucht angekommen sind, die direkt neben der sogenannten Barks Bay liegt. Dort haben wir dann ein paar Snacks gegessen und ich und Stephan sind im Meer schwimmen gegangen. Es war herrlich. Dann holte uns Schiff wieder ab und uns wurde noch der Rest der wunderschönen Küste des Abel Tasman Nationalparks gezeigt. Als wir das Auto wieder erreicht hatten, sind wir wieder zu unserer Unterkunft gefahren und haben uns etwas ausgeruht. Abends sind wir dann noch wie immer einen Happen essen gegangen.


Dienstag 10.04.12
An diesem Tag war unser Ziel Barrytown, ein sehr kleiner und abgelegener Ort an der Westküste der Südinsel. Barrytown war aber eigentlich nur der Schlafplatz, da wir am Tag einen vollen Zeitplan hatten. Nach knapp drei Stunden Autofahrt sind wir in Westport angelangt, wo wir dann zu Mittag essen waren. Es war ein bewölkter Tag. Von Westport aus sind wir dann als erstes zum Cape Foulwind gefahren. Dort haben wir uns einen Leuchtturm angeschaut und vor allen Dingen die schroffe Küste bewundert. Danach sind wir weiter gefahren und nach ungefähr 10 Minuten Autofahrt sind wir dann an einer Pelzrobben-Kolonie angekommen. Dort konnte man sich  bestimmt 20 Pelzrobben anschauen, die auf den Felsen schliefen. Besonders beeindruckend war dann auch unser nächstes und letztes Ziel des Tages, die sogenannten „Pancake Rocks“. Die Pancake Rocks werden Pancake Rocks genannt, weil die Felsen so aussehen, wie tausende aufeinandergestapelte Pancakes. Diese Form hat die extrem raue See mit der Hilfe des Windes über Jahrhunderte in die Felsen geschliffen, aber das kann man sich genauer auf den Fotos ansehen. Dann sind wir nach ungefähr 20 Minuten Autofahrt in unserer Unterkunft, dem „Kallyhouse B&B Homestay“, angekommen. Barrytown ist wie viele auf gut Deutsch sagen würden wirklich am „Arsch“ der Welt. Der nächste Ort (Greymouth) ist ungefähr eine halbe Stunde Autofahrt entfernt. Als wir auf die Straße, die nach Barrytown führte gefahren sind, haben wir ein Schild gesehen, auf dem geschrieben stand: „No Petrol next 90 km“. Gott sei Dank konnte uns unser Vermieter Alistair 10 L Sprit verkaufen, weil wir es sonst nicht mehr bis zu der nächsten Tankstelle geschafft hätten. Ja, so saßen wir also in Barrytown, wo man übrigens noch nicht ein Mal Handyempfang hatte und es war am regnen. Also haben wir Fernsehen geguckt und uns an den schön warmen Karmin gesetzt. Abends sind wir dann noch in der nächsten Taverne etwas essen gegangen, was uns insgesamt noch ein Mal knapp 45 Minuten an reiner Fahrtzeit gekostet hat.

Cape Foulwind, Pelzrobben-Kolonie und die Pancake Rocks: http://www.flickr.com/photos/juliuskunold/sets/72157629879662767/

Mittwoch, 11.04.12
An diesem Tag hatten wir eine lange Autofahrt vor uns. Nach ungefähr 4 Stunden Fahrt sind wir in dem Ort Franz Josef angekommen, der an dem gleichnamigen Gletscher liegt. Dort haben wir unser Lunch gegessen und sind dann zum Fox Glacier gefahren. Der Fox Glacier ist ebenfalls ein beeindruckender Gletscher, dessen Gletscherzunge in ein wunderschönes Tal verläuft, das einen erneut an die Herr der Ringe Filme erinnert, die ja allesamt in Neuseeland gedreht worden sind. Nachdem wir uns den Gletscher angesehen hatten, sind wir zu unserer Unterkunft in den gleichnamigen Ort gefahren, haben unsere Sachen abgegeben und sind dann noch zu dem Gletschersee Lake Matheson und haben dort einen schönen Spaziergang gemacht. Dort haben wir dann noch einen Kaffee getrunken und sind dann noch in ein schönes Restaurant gegangen, wo wir den Abend haben ausklingen lassen.


Donnerstag, 12.04.12
Am Donnerstag hatten wir erneut und eigentlich wie immer einen erlebnisreichen Tag. An diesem Tag sind wir nämlich vom Fox Glacier aus bis nach Queenstown gefahren und ich würde dies sogar als eine mit der längsten Fahrten unserer gesamten Reise bezeichnen. Allerdings von der Landschaft her auch als eine der schönsten. Plötzlich hatten Laub und Wiesen ganz andere Farben. Es war alles nicht mehr so grün wie gewohnt, sondern gelb und rot. Auf dem Weg sind wir oft angehalten um Fotos zu machen. Zum Beispiel als man die Alpen von der westlichen Seite aus sehen konnte, was wirklich atemberaubend war. Außerdem machten wir noch einen Fotostopp am Lake Hawea, der direkt neben der Stadt Wanaka liegt, wo wir dann zu Mittag gegessen haben und ein wenig Zeit verbracht haben. Danach sind wir noch ca. 40 Minuten gefahren, bis wir an unserem Zielort, Queenstown, angelangt sind und sofort das Coronet View B&B angesteuert haben, von wo aus man einen schönen Ausblick auf Queenstown und den Lake Wakatipu hatte. Nachdem wir alles geregelt und unsere Taschen untergebracht hatten, sind wir gemütlich zu Fuß in die Innenstadt gegangen und haben das schöne Queenstown genossen, das vor allen Dingen durch seinen Extremsportarten-Tourismus bekannt ist. Den Abend haben wir dann noch in dem Pub on the Wharf mit dem Abendessen beendet und sind nur noch zurück zu dem B&B gegangen, wo wir uns dann auch schlafen gelegt haben.

Queenstown:  

Freitag, 13.04.12
Am Freitag sind wir direkt nach dem Frühstück mit einer Gondel auf einen Aussichtspunkt gefahren, von wo man aus eine sehr gute Sicht auf die Stadt, die schön in der Natur gelegen ist, hatte. Von dort aus habe ich auch meinem Vater über Skype zum Geburtstag gratuliert. Wieder unten angekommen, haben wir uns auf dem Pier in ein Café gesetzt und das wunderschöne Wetter genossen. Danach sind wir ungefähr drei Stunden lang mit einem Dampfboot über den See gefahren, was auch sehr schön war. Cooler war allerdings die Jetbootfahrt, auf die ich mit Stephan gegangen bin. Der Fahrer ist mit uns eine Stunde lang über den See und die nahe gelegenen Flüsse mit 80 km/h gebrettert. Dabei hat er plötzlich 360° Drehungen gemacht, oder ist extrem nah an Felsen gefahren. Nachdem die Fahrt beendet war, waren wir auch dementsprechend nass, aber man hatte uns extra vorher Regenmäntel gegeben. Dann sind wir noch ein bisschen durch die Innenstadt gegangen und plötzlich ist uns mein Schulfreund Torge über den Weg gelaufen, der auch auf Reisen durch die Südinsel war. Abends sind wir dann wie jeden Abend noch lecker Essen gegangen.


Samstag 14.04.12
Am Samstag war unser Ziel Te Anau, das auch das Tor zu den Fiordlands genannt wird. Von Queenstown aus dauerte die Fahrt ungefähr zwei Stunden und nach unserem Frühstück machten wir uns dann gegen 9 Uhr auf den Weg. Auf dem Weg habe ich wohl die meisten Schafe auf einem Fleck gesehen wie nie zuvor. Wusstet ihr, dass in Neuseeland mehr Schafe als Menschen leben? Um genau zu sein, leben in Neuseeland ungefähr 55 Millionen Schafe, aber nur 4,5 Millionen Menschen. Als ich diese ganzen Schafe vom Autositz aus gesehen habe, konnte ich dies endlich nachvollziehen, da auf der Nordinsel überwiegend Kühe leben. Als wir in Te Anau angekommen sind, mussten wir leider feststellen, dass alle Fahrten zu den Milford Sounds schon losgefahren sind und der Weg dorthin uns dann doch zu weit war. Die Milford Sounds sind ähnlich wie die Marlborough Sounds eine beeindruckende Hügellandschaft, die von Wasser umgeben ist und der daran gelegene Kepler Track einer der schönsten Wanderwege der Welt. Um dorthin und wieder zurück zu fahren, hätten wir allerdings zusätzliche 250 km fahren müssen, was uns wirklich zu viel war. Also haben wir den Tag in Te Anaus Sonnenschein verbracht und nicht im Auto, was glaube ich auch die richtige Entscheidung war. Zu Mittag haben wir uns in einem Supermarkt ein paar Sandwichs gekauft und sind damit zu einem See in der Nähe Te Anaus gefahren. Dort haben wir dann zu Mittag gegessen und wir waren die einzigen Menschen weit und breit an diesem wunderschönen See. Nach ca. 2 Stunden sind wir dann wieder zurück nach Te Anau gefahren, wo wir noch ein paar Stunden in Cafés verbracht haben und dann abends noch in der Dorfkneipe Essen gegangen sind. Die Nacht haben wir in der sogenannten Antler Lodge verbracht.


Sonntag 15.04.2012
An diesem Tag mussten wir ungefähr doppelt so lange fahren wie am Vortag. Unsere Reise ging diesmal führte uns diesmal ins kleine Twizel, das in der Nähe des größten Berges Neuseelands liegt, dem Mount Cook. Aber zuerst war fa ja noch die Fahrt. Wir mussten wieder zurück nach Queenstown fahren um von dort aus weiter bis nach Twizel zu fahren. Diese Strecke führte uns erneut durch sehr beeindruckende Landschaften. Zum Beispiel sind wir durch den Lindis Pass gefahren, der aus einer hügeligen Steppenlandschaft besteht und Stephan an das australische Outback  erinnert hat. Alles halt nur in Gelb und nicht in Rot. In Twizel angelangt sind wir als erstes dann aber zu Mount Cook gefahren. Die Straße dorthin ist einfach nur wunderschön und man fühlt sich wie in einem dieser Road-Movies. Der Mount Cook ist mit einer Höhe von 3754 Metern der höchste Berg Neuseelands und heißt in Maori „Aoraki“, was so viel wie der, der die wollten durchstößt, heißt. Dort haben wir dann auch das Sir Edmund Hillary Information Center besucht, wo wir ein wenig Zeit verbracht hatte. Der Mount Cook spielt auch in Herr der Ringe eine Rolle. Die Stadt „Minas Tirith“ ist in dem dritten Teil der Trilogie auf ihm angesiedelt und die große Schlacht wurde auf einem großen Feld in Twizel gefilmt. Dann sind wir wieder nach Twizel Gefahren und haben in der „Aoraki Lodge“ unsere Taschen abgelegt und sind dann noch essen gegangen. Und schon wieder war ein Tag vorbei und langsam wandte sich unsere Reise dem Ende zu.


Montag 16.04.12
An diesem Tag sind wir nach Christchurch, der letzten Station unserer Reise gefahren. Dort angekommen hat man direkt schon bemerkt, was für ein enormes Ausmaß das Erdbeben des letzen Jahres auf die Stadt hatte. Als erstes sind wir in die Innenstadt gefahren wo allerdings momentan nur eine Straße ist, die man wirklich besuchen darf. Der Rest der Innenstadt ist von Zäunen abgesperrt und man darf ihn nicht betreten. Überall sieht man Kräne, die die Hochhäuser Stockwerk für Stockwerk abreißen, da die Einsturzgefahr viel zu hoch ist, um sie wieder betreten zu können. Außerdem sind überall in der Stadt Risse zu sehen, die durch Wende, Brücken und andere Dinge verlaufen. Besonders bedauernd war wohl der Verlust der Kathedrale am Cathedral Square, die der Stadt wohl erst ihren Namen verliehen hat und wunderschön gewesen sein muss. Die Leute leben in Angst vor neuen Erdbeben und wollen eigentlich alle die Stadt verlassen, aber da die Versicherungen noch nicht bezahlt haben, haben die meisten Leute einfach nicht die Mittel dazu, sie zu verlassen. So auch unsere Vermieter und Inhaber des Homestay Lea B&B in dem wir die Nacht verbracht hatten. Ihr Haus steht seit dem Erdbeben schief und überall verlaufen Risse durch die Wände. Es wird wohl noch einige Wochen dauern, bis sich entscheidet ob die Versicherungen bezahlen werden. Sonst fand ich Christchurch aber schön und kann mir vorstellen, dass es vor dem Erdbeben eine sehr schöne Stadt gewesen ist. Den Abend haben wir im „Speights“, einer lokalen Brauerei verbracht, wo wir auch zu Abend gegessen haben.


Dienstag 17.04.12
Nun war auch schon wieder der letzte Tag der Reise angebrochen und es war Zeit sich wieder zu verabschieden. Mein Flugzeug nach  Auckland hob um 15:50 Uhr ab. Aber vorher sind wir noch durch Christchurchs Stadtpark und die botanischen Gärten spaziert und sind in ein Café gegangen. Dann haben wir den Mietwagen wieder bei Nationwide Car Rentals abgegeben und wir wurden zum Flughafen gefahren. Dort haben wir dann die Koffer abgegeben und noch zwei Stunden tot geschlagen, bis es dann Zeit zu Abschied nehmen war und ich in die Maschine eingestiegen bin. In Auckland angekommen hat mich dann Wendy schon am Domestic Flight Terminal erwartet und wir sind wieder zurück nach Waihi gefahren. Auf dem Weg haben wir noch bei McDonalds zu Abend gegessen. Ich habe mich gefreut Wendy und Arthur wieder zu sehen.

Leider hatte ich mich wohl auf der Reise erkältet und die Erkältung kam jetzt zum Vorschein und ich konnte den Rest der Ferien eigentlich schon abhaken. Nun ist es Montag und am Donnerstag beginnt wieder die Schule. Ich freue mich alle wieder zu sehen und denke, dass die nächsten zweieinhalb Monate hier noch schön werden, auch wenn es mittlerweile Herbst ist und die Zeit der T-Shirts und kurzen Hosen wohl vorbei ist. Aber ich werde euch ja auch noch weiterhin fleißig berichten. 

Kommentare:

  1. Hallo Julius,

    ich fand deinen ausführlichen Bericht einfach hammermäßig.Die Fotos werden wir uns bei Gelegenheit in aller Ruhe mal anschauen, aber ich glaube , dass dies ein einmaliges Erlebnis für dich war. Birgit hat auch einfach nur geschwärmt. Wir verfolgen deine weitere Zeit eifrig weiter und bis später mal.
    Liebe Grüße Sabine und der Rest der Familie

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  2. Wow, Julius, dein Bericht und die Fotos sind einfach nur toll. Ihr habt bestimmt eine tolle Zeit miteinander verbracht und ich gebe zu ... ICH BIN ein bißchen NEIDISCH. Hier ist es immer noch kühl und regnerisch...
    Ich wünsche dir noch schöne Tage, bis demnächst

    liebe Grüße

    Karin

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