Die letzte Woche hat für mich schon morgens früh begonnen, da ich mir das Spiel Deutschland gegen Dänemark angeschaut habe. Nachdem das siegreiche Spiel zu Ende war, konnte ich gut gelaunt zur Schule gehen. Der Rest der letzten Woche verlief auch wie gewohnt. Dienstag- und Donnerstag Morgen hatte ich Fußballtraining und nach der Schule bin ich auch wieder öfters ins Fitnessstudio gegangen. Am Freitag allerdings sind alle Austauschschüler zusammen während der Mittagspause in ein Café in Waihi gegangen und wir haben ein Abschiedsessen veranstaltet, weil am Wochenende schon ein paar von uns abgereist sind.
Am Samstag Morgen bin ich dann wie schon am Montag wieder früh aufgestanden und habe mir den überzeugenden Sieg Deutschlands über Griechenland angesehen. Danach habe ich mir mein Trikot angezogen und bin zum Waihi College gegangen. Wir haben 2:2 unentschieden gespielt, obwohl ich zwischenzeitlich zur 2:1 Führung getroffen hatte. Nachdem ich wieder zu Hause angekommen bin, sind wir wie jeden Samstag mit Mark wieder mit der Lokomotive nach Waikino gefahren und haben dort zu Mittag gegessen. Am Sonntag habe ich mich dann noch mit John getroffen und schon wieder war eine Woche vorbei.
Gerade im Moment ist es Mittwoch Abend in Neuseeland und ich realisiere, wie schnell die letzten 5 Monate und drei Tage vergangen sind. Langsam muss ich anfangen, mich bei allen Leuten, die ich so kennengelernt, zu verabschieden, da Freitag mein letzter Schultag am Waihi College ist. In 10 Tagen fliege ich zurück nach Deutschland.
Ich habe letzte Woche leider vergessen Fotos zu schießen, aber morgen bekomme ich endlich die Fotos vom Whitewater-Rafting. Dann werde ich den Eintrag aktualisieren und die Fotos endlich nachreichen.
Wenn ihr auf diesen Link klickt, könnt ihr euch alle Fotos in besserer Qualität ansehen, aber ich habe ein paar Fotos trotzdem in den Eintrag eingefügt: http://www.flickr.com/photos/juliuskunold/sets/72157630325366930/with/7459606096/
Mittwoch, 27. Juni 2012
Mittwoch, 20. Juni 2012
Das IELTS Examen...
Die letzte Woche war, wie die ganzen letzten Wochen, vom Alltag geprägt. Von 9 Uhr bis 3:20 Uhr Unterricht und danach mit Florian und Torge ins Fitnessstudio. Allerdings fand für mich letzte Woche kein Fußball statt, da das Training am Dienstag ausfiel, weil unser Trainer England gegen Frankreich schauen wollte, ich mir am Donnerstag Morgen Deutschland gegen Holland angeschaut habe und ich am Samstag am IELTS Examen teilgenommen habe. Ich habe mich sehr über den Sieg Deutschlands über Holland gefreut und darüber, dass wir uns wieder ein Mal auf Mario Gomez verlassen konnten. Wo ich gerade so darüber nachdenke, war die letzte Woche doch nicht so gewöhnlich, denn letzten Freitag fand ein "teachers only day" statt und alle Austauschschüler sind zusammen nach Hamilton in ein großes Einkaufszentrum gefahren. Die sogenannte "Base" ist das größte Einkaufszentrum, in dem ich bisher in Neuseeland war und wir haben ein paar schöne Stunden dort verbracht. Am nächsten Tag nahm ich am IELTS Examen in Hamilton teil. Das IELTS Examen ist ein international anerkannter Englischtest und ist eine Voraussetzung, um im Ausland zu studieren zu können. Das Examen ist in vier Teile gegliedert: den Speaking Teil, den Listening Teil, den Reading Teil und den Writing Teil. Im Speaking teil habe ich mich unter vier Augen mit einer Prüferin unterhalten, die mir verschiedene Fragen gestellt hat. Zum Beispiel sollte ich ihr etwas über die Ambitionen der jungen Leute aus meinem Heimatland erzählen, oder ihr meine Meinung zur europäischen Finanzkrise schildern. Das ganze hat die Prüferin aufgenommen und ich denke ich habe einigermaßen gut abgeschnitten. Im Listening Teil wurden knapp fünfzig anderen Zuhörern und mir drei Hörbeispiele, die je zehn Minuten lang waren, und wir mussten Fragen zu diesen beantworten. Im Reading Teil musste ich drei verschiedene Texte lesen und auch zu diesen Fragen beantworten. Der Writing Teil war in zwei Aufgaben unterteilt. In der ersten musste ich eine Tabelle beschreiben und in der zweiten musste ich meine Meinung zu einem Statement abgeben. Der Listening Teil, der Reading Teil und der Writing Teil haben zusammen drei Stunden gedauert und wir hatten keine einzige Pause. Kein Wunder, dass ich als ich wieder in Waihi angekommen bin ziemlich müde war. Das Examen fand in Hamilton an der Waikato University statt und ich bin eigentlich recht zufrieden mit meiner Leistung. Der Test wir von eins bis neun bewertet, wobei neun die höchste Punktzahl ist. Ein Schnitt von 6,5 würde genügen um nach Neuseeland auszuwandern oder ein Schnitt von 7 um an der Oxford University zu studieren. Am 29. Juli kann ich mir meine Ergebnisse online anschauen.
auf ihn war auch wieder am Donnerstag Morgen Verlass
IELTS
Mittwoch, 13. Juni 2012
Die EM hat angefangen...
Letzte Woche Montag fand kein Unterricht statt, da an diesem Tag offiziell der Feiertag "Queen's Birthday" zelebriert worden ist. An diesem Tag sind Mark, Arthur, Wendy und ich mit dem Goldfields Express erneut nach Waikino gefahren. Zugfahrer war wie gewohnt Arthur. In Waikino angekommen haben wir zu Mittag gegessen und sind dann wieder nach Hause gefahren. Am Dienstag und Donnerstag Morgen hatte ich dann wie immer Fußballtraining und in dieser Woche bin ich auch wieder öfters in den Fitnessraum der Schule gegangen.
Am Samstag hatte ich dann auch wieder ein Fußballspiel mit meiner Mannschaft, das wir mit 8:0 für uns entscheiden konnten. Die Gegner haben allerdings auch nicht ihren besten Tag gehabt. Ich bin extra früh schlafen gegangen, da ich am nächsten Morgen früh aufstehen wollte. Das tat ich dann auch und endlich hat die lang ersehnte EM auch für Deutschland angefangen und ich habe mich gefreut mir morgens um halb 7 einen Sieg der deutschen Mannschaft ansehen zu dürfen. Ich war zwar nicht 100 % mit der Leistung der Elf zu frieden, aber ich denke, dass sich diese im Verlaufe des Turniers noch steigern wird.
Am Sonntag hat mich dann Wendy, nachdem wir in die Kirche gegangen sind, nach Waihi Beach gefahren, wo ich mit Torge und Florian getroffen habe. Und dann war schon wieder eine Woche vorüber und es hieß: Nur noch vier Wochen und ich fliege wieder nach Deutschland zurück.
ich in Waikino
Mark im Zug
das Deutschland-Spiel morgens im Fernsehen (Handy-Qualität)
Florian und Torge am Waihi Beach (Handy-Qualität)
Waihi Beach (Handy-Qualität)
Mittwoch, 6. Juni 2012
Eine Beerdigung in der Schule und die Geburtstagsfeier der Queen...
Die letzte Woche hat sehr traurig begonnen, da am vorherigen Wochenende eine Schülerin unserer Schule in einem Autounfall verstorben ist. Da jeder sie kannte und viele mit ihr befreundet waren, herrschte am Montag eine sehr traurige Atmosphäre und man konnte viele Tränen sehen. Am Dienstag morgen nach dem Fußballtraining hat uns dann unser Trainer mitgeteilt, dass wir auf der Beerdigung des Mädchen den Haka aufführen würden. Der Haka ist ein traditioneller Maori-Kampftanz, mit dem die Maoris früher ihre Gegner eingeschüchtert haben. Dieser kann allerdings auch ein Zeichen des Respekts gesehen werden und wird deswegen des öfteren auch auf Beerdigungen aufgeführt. Mit der Ausnahme der Trauer verlief der Rest der letzten Woche dann allerdings auch wie gewohnt, allerdings fand am Freitag kein Unterricht statt, da die Beerdigung in der Schule statt fand, zu der ich auch gegangen bin. Die Beerdigung war ziemlich bewegend, weil alle Mitglieder der Familie zu uns gesprochen haben und Fotos und Videos gezeigt worden. Emilie Silberer ist zwei Wochen vor ihrem achtzehnten Geburtstag verstorben.
Von Freitag auf Samstag habe ich dann bei Torge in Bowentown übernachtet.
Am Samstag Nachmittag hat mich Wendy wieder eingesammelt und wir haben Markie zurück nach Tauranga gebracht, nachdem er wieder von Freitag auf Samstag die Nacht bei Wendy und Arthur verbracht hat. Am Sonntag fingen dann schon die Feiern zum Diamant-Jubiläum der Queen an und den ganzen Tag lang sah man nichts anderes im Fernsehen. Wendy und ich sind an diesem Tag nach Morrinsville gefahren, wo Wendy aufgewachsen ist und haben ihre 85-jährige Mutter auf der Farm der Familie Bonnar besucht. Wendys Bruder und ihre Mutter haben 400 Kühe und besitzen eine Farm, die mehrere Hektar groß ist. Nachdem Wendy mir alles gezeigt hatte, sind wir dann auch schon wieder nach Hause gefahren und das Wochenende war vorbei.
Von Freitag auf Samstag habe ich dann bei Torge in Bowentown übernachtet.
Am Samstag Nachmittag hat mich Wendy wieder eingesammelt und wir haben Markie zurück nach Tauranga gebracht, nachdem er wieder von Freitag auf Samstag die Nacht bei Wendy und Arthur verbracht hat. Am Sonntag fingen dann schon die Feiern zum Diamant-Jubiläum der Queen an und den ganzen Tag lang sah man nichts anderes im Fernsehen. Wendy und ich sind an diesem Tag nach Morrinsville gefahren, wo Wendy aufgewachsen ist und haben ihre 85-jährige Mutter auf der Farm der Familie Bonnar besucht. Wendys Bruder und ihre Mutter haben 400 Kühe und besitzen eine Farm, die mehrere Hektar groß ist. Nachdem Wendy mir alles gezeigt hatte, sind wir dann auch schon wieder nach Hause gefahren und das Wochenende war vorbei.
hier werden die Kühe gemolken
Kühe
Wendys Mutter und ich
Wendy und ihre Mutter
Mark und Arthur
Montag, 28. Mai 2012
Das Kiwi-Paradies...
Die letzte Woche war nicht sehr spektakulär. Wie in der Vorwoche habe ich allerdings auch wieder viel Sport gemacht, also hatte Fußball und Training während der Mittagspause. Jeder Tag verlief wie gewohnt, allerdings gab es eine Ausnahme - den Dienstag. An diesem Tag besuchten wir ein "Kiwi Fruit-Packhouse" in der Nähe von unserer Nachbarstadt Katikati. Das sogenannte "Aongatete Packhouse" packt Kiwis für den Hersteller "Zespri" ab und verschickt diese in die ganze Welt und unter anderem auch nach Deutschland. Als wir dort angekommen waren hat uns auch schon unser Leiter empfangen und wir haben als Begrüßung erst ein Mal ein paar Kiwis zum Essen bekommen, die auch sehr lecker waren. Danach hat er uns alles in der Fabrik gezeigt. Besonders beeindruckt hat mich, wie die schlechten Kiwis aussortiert werden. Die Kiwis rasen auf Fließbändern unter Kameras hindurch, die von jeder einzelnen Kiwi ein Foto erstellen. Danach wirft das Fließband die schlechten Kiwis automatisch in den Abfall und die guten werden beklebt und verpackt. Innerhalb von einer Minute werden rund 2000 Kiwis von 150 Arbeitern verpackt. Als die Führung zu Ende war, hat uns unser Leiter zu einer riesigen Kiste mit Kiwis geleitet und wir alle durften uns so viele mitnehmen wie wir wollten und natürlich haben wir alle auch ganz gut zugeschlagen.
Am Samstag hatte ich dann noch ein Fußballspiel, das wir mit einem Spielstand von 4:3 gegen die St. John High School aus Hamilton, für uns entscheiden konnten.
Am Samstag hatte ich dann noch ein Fußballspiel, das wir mit einem Spielstand von 4:3 gegen die St. John High School aus Hamilton, für uns entscheiden konnten.
Packhaus
auf Hygiene musste geachtet werden
die Japanerinnen
Zoe, Simone, ich und Torge
dort wurde jede einzelne Kiwi fotografiert
und dort automatisch aussortiert
die guten Kiwis wurden trotzdem nochmal überprüft
und schließlich verpackt
hier sieht man die Bilder der Kiwis auf dem Bildschirm
so werden die Kiwis verschickt
wir alle haben gut zugeschlagen
Mittwoch, 23. Mai 2012
Lake Tarawera...
In der letzten Woche habe ich wieder viel Sport gemacht. Am Montag bin ich zum ersten Mal zusammen mit Torge in den Kraftraum unserer Schule gegangen und habe mittrainiert. Nach der Schule bin ich dann mit ihm zu seiner Gastfamilie nach Bowentown gefahren. Ich mag Bowentown sehr, da der Strand wunderschön ist und es trotzdem sehr ruhig und idyllisch ist, da dort nicht sehr viele Leute leben. Bei Familie Keenan angekommen, haben wir uns direkt unsere Jogging-Klamotten angezogen und sind für eine Stunde joggen gegangen. Der nächste Morgen hat wie jeder Dienstag dann um 7 Uhr mit dem Fußballtraining angefangen und an diesem Tag bin ich wieder in der Lunch-Time in den Kraftraum gegangen.
Am Mittwoch war es dann soweit. Der so oft abgesagte Lake Tarawera Kajak Trip hat endlich statt gefunden. Um 8:30 Uhr trafen wir uns alle am College und haben die Kajaks gepackt, die danach auch extrem vollgepackt waren, da wir vier Zelte, Essen für 12 Leute und unsere Klamotten mitnehmen mussten. Nach ungefähr zwei Stunden Busfahrt sind wir dann am Lake Tarawera angekommen, der ungefähr 12 km von Rotorua entfernt liegt. Direkt neben diesem steht der Volacano Tarawera. Es war ein perfekter Tag zum Kajak fahren, weil die Sonne schien und wir Rückenwind hatten. Nach ungefähr dreieinhalb Stunden fahrt über den See sind wir dann an einem kleinen Hot Water Beach angekommen. Das Wasser dort hatte ungefähr Badewannen Temperatur und wenn man über den Strand gegangen ist, musste man aufpassen, dass man sich nicht die Füße verbrennt. Nachdem wir die Zelte aufgebaut hatten, haben wir angefangen zu kochen und haben uns leckeres "Macaroni and Cheese" gezaubert. Dann war es auch schon dunkel und da wir alle müde waren, haben wir uns schlafen gelegt. Es war allerdings über die Nacht warm genug, dass wir uns dazu entschieden, unter freiem Himmel zu schlafen. Ich habe nie zuvor einen so schönen Sternenhimmel gesehen und bis ich eingeschlafen bin, habe ich insgesamt 10 Sternschnuppen gesehen. Als ich am nächsten Morgen aufgewacht bin, war das erste was ich gesehen hab dann auch schon wieder der wunderschöne See, über dem gerade die Sonne aufging. Nachdem wir gefrühstückt haben, haben wir erneut die Kajaks gepackt und haben uns auf den Rückweg gemacht. Gegen halb zwei sind wir dann wieder an unserem Bus angekommen und sind zurück nach Waihi gefahren. Dort angekommen haben mich auch schon Wendy und klein Markie erwartet, der wie jeden Freitag wieder bei uns übernachtete.
Am Samstag morgen musste ich auch schon wieder früh aufstehen, da wir ein Auswärtsspiel hatten. Nach ungefähr eineinhalb Stunden Busfahrt sind wir am Te Awamutu College angekommen, gegen das wir 2:2 unentschieden spielten.
Am Sonntag bin ich dann um 6:15 Uhr aufgestanden um das Champions League-Finale zu gucken. Am Ende war es allerdings Arthur der gejubelt hat, da er ein großer Chelsea-Fan ist. Ich war eher enttäuscht, weil ich finde, dass Bayern den Sieg verdient hätte, aber das ist nun ein Mal Fußball. Den restlichen Tag habe ich dann eher ruhig angehen lassen, weil ich mich von der anstengenden Woche erholen musste.
Am Sonntag bin ich dann um 6:15 Uhr aufgestanden um das Champions League-Finale zu gucken. Am Ende war es allerdings Arthur der gejubelt hat, da er ein großer Chelsea-Fan ist. Ich war eher enttäuscht, weil ich finde, dass Bayern den Sieg verdient hätte, aber das ist nun ein Mal Fußball. Den restlichen Tag habe ich dann eher ruhig angehen lassen, weil ich mich von der anstengenden Woche erholen musste.
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